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Regressansprüche gegen Umweltbundesamt?
Offenbar falsches UBA-Gutachten gegen Trockenstabilatverfahren wird Thema in Kreisausschuss und Kreistag
Die SPD Lahn-Dill begrüßt den Antrag der Freien Wähler-Gemeinschaft (FWG), die vom Kreisausschuss
Auskunft über die Hintergründe und Folgen eines offensichtlich falschen Gutachtens des
Umweltbundesamtes (UBA) zum Trockenstabilatverfahren fordert.
Die FWG bezieht sich dabei auf Presse-Berichte über den UBA-Abteilungsleiter Schmidt-Tegge, der
seinerzeit das seit Jahren erfolgreich praktizierte Verfahren der Firma Herhof in Solms als
"nicht förderungswürdig" eingestuft und damit den Weg für Bundeszuschüsse in der Größenordnung
von mehr als fünf Millionen Mark versperrt hatte.
Interessanterweise wurde aber ein ähnliches Verfahren, welches in Rostock aber erst in der Planung war, vom
gleichen Gutachter hoch gelobt und als förderungswürdig anerkannt, wobei er kühn behauptete, dies
sei das erste Projekt seiner Art in Deutschland.
Nicht nur vor dem Hintergrund, dass der Lahn-Dill-Kreis von einer SPD-FWG-Koalition geführt wurde, während Rostock
der Wahlkreis der CDU-Vositzenden Angela Merkel ist, sollten diese Enthüllungen zu denken geben.
Den jetzt von der FWG gestellten Antrag hält die SPD im Landkeis auch für geeignet, einige
drängenden Fragen zu klären - insbesondere nach der Höhe des entstandenen Schadens für den Lahn-Dill-Kreis
und nach der Möglichkeit von Regressforderungen gegen das Umweltbundesamt.
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