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Kurzarbeit und Qualifizierung statt Entlassungen in der Rezession
Dieses "Gebot der Stunde" unterstützen Landrat Wolfgang Schuster,
SPD-Kandidatin für den Bundestag, Dagmar Schmidt, und die
Gewerkschaftsvertreter der heimischen Region bei ihrem Treffen in der
Kreisverwaltung in Wetzlar zum Thema Finanz- und Wirtschaftskrise.
von links nach rechts: Harald Serth (IG Metall Herborn), Heinz Schütte-Schrage (IG Metall
Gießen), Ulf Henselin (TBS Technologieberatungsstelle beim DGB
Hessen), Volker Weber (IG Bergbau, Chemie, Energie), Holger Timmer (IG
Metall), Dagmar Schmidt (SPD-Bundestagskandidatin), Jörg Lüdde (ver.di
Mittelhessen), Hans-Peter Wieth (IG Metall Herborn), Ernst Richter (DGB
Mittelhessen), Wolfgang Schuster (Landrat des Lahn-Dill-Kreises)
Sie ist jetzt spürbar auf dem Vormarsch, die Finanzkrise hat längst
schon auch den Lahn-Dill-Kreis erreicht. Als ein typisches Anzeichen ist
der dramatischer Anstieg der Kurzarbeit in den heimischen Betrieben zu
sehen: Waren im Jahr 2007 noch 70 Personen von Kurzarbeit betroffen, so
sind es jetzt Anfang 2009 bereits 5000 Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer aus Produktion und Verwaltung.
Der Landrat und die Gewerkschaften bitten die heimischen Betriebe, auf
Entlassungen zu verzichten und stattdessen auf bereits vorhandene
Instrumente zurückzugreifen und angebotene Möglichkeiten der
Bundesregierung zu nutzen: "Wir begrüßen, dass die Politik die Weichen
gestellt hat, Kurzarbeit und Weiterqualifizierung von Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmern vereinbar zu machen und finanziell zu
unterstützten."
"Im nächsten Schritt", so Landrat Wolfgang Schuster, "werden wir zum
Dialog zwischen Betrieben, Weiterbildungsinstitutionen und
Gewerkschaften einladen, um den Weg Kurzarbeit und Weiterqualifizierung
statt Entlassungen zu unterstützen." Eine Gesprächsrunde ist noch vor
der Sommerpause geplant.
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