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Kanther ist kein Einzelfall - Der Union fehlt jedes Unrechtsbewusstsein
Der frühere Bundesinnenminister Manfred Kanther ist im CDU-Schwarzgeldprozess zu eineinhalb Jahren
Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht Wiesbaden befand den früheren Vorsitzenden der
hessischen CDU am Montag der gemeinschaftlich begangenen Untreue für schuldig.
Kanthers Ausreden und das fehlende Unrechtsbewusstsein bestätigen eine Haltung in der Union, die kein Einzelfall ist.
Die Union ist eine Partei, in der dubiose Finanzierungspraktiken immer wieder als Kavaliersdelikt gelten.
Der angebliche Saubermann Kanther argumentiert bis heute, dass er nicht sich selbst bereichert habe,
sondern nur seiner Partei nutzen wollte. So argumentiert auch Helmut Kohl.
Alt-Kanzler Kohl verweigert bis heute die Aussage über die Herkunft der von ihm entgegengenommenen
Spenden. An ihm klebt der Vorwurf der gekauften Regierung. Die CDU-Vorsitzende Merkel hat Helmut Kohl
einst aus Machttaktik fallen lassen, nun ist sie ebenfalls aus machtpolitischen Gründen bemüht, ihn wieder zu
rehabilitieren. Merkels Parteinachwuchs steht keineswegs dafür, aus der Schwarzgeld-Affäre zu lernen. Im
Gegenteil, die Junge Union singt auf Konferenzen "Und wir haben ein Idol: Helmut Kohl."
Auch die bayerische Schulministerin, Strauß-Tochter Monika Hohlmeier, ist angesichts massiver
Manipulationsvorwürfe erst unter öffentlichem Druck zurückgetreten. Edmund Stoiber hat darauf
gesetzt, die Angelegenheit auszusitzen, obwohl hier augenscheinlich mafiose Strukturen zutage treten.
Das alles zeigt: Die Union beweist von Alt bis Jung, von Nord bis Süd immer wieder ein unzureichendes
Unrechtsbewusstsein. Sie glaubt, dass der Zweck die Mittel heilige. Letztlich nutzen solche Praktiken ihrer
Partei nicht, sie fügen der Demokratie aber erheblichen Schaden zu.
Klare Unterschiede:
Kontakt und weitere Informationen:
Stephan Grüger
Pressesprecher
SPD Lahn-Dill
Tel.: 06151 / 970-2026 (d.)
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