|
|
|
SPD Lahn-Dill will akzeptables Fernzugangebot für Mittelhessen
"Reif und Irmer sollen endlich mal was für den Lahn-Dill-Kreis tun!"
Ein Fernzugangebot, welches mindestens dem des derzeitigen Interregio entspricht, dies fordert
die SPD Lahn-Dill. Thomas Kraft aus Lahnau, SPD-Kreisvorstandsmitglied, hat auf dem letzten
Unterbezirksparteitag in Hüttenberg einen Antrag eingebracht, der nun im Mai dem Bezirk Hessen-Süd
zur Beschlussfassung vorgelegt werden soll.
Grund sind die jüngsten Meldungen der Deutschen Bahn AG, in ganz Deutschland und somit auch
auf der Strecke Frankfurt-Gießen-Kassel die Interregios aufzugeben. Es sei zwar erfreulich,
so der Vorsitzende der SPD Lahn-Dill, Wolfgang Schuster, dass hier die Interregios (IR)
durch Intercity-Züge (IC) ersetzt werden sollen. Man sehe hier aber neue Probleme auf die
Pendler aus dem Lahn-Dill-Kreis und dem Kreis Gießen ins Rhein-Main-Gebiet zukommen.
Gemäß der Abkommen zwischen den Verkehrsverbünden und der Deutschen Bahn AG dürften
Besitzer von Wochen- und Monatskarten die Intercity-Züge nicht benutzen. Die regelmäßigen
Bahnfahrer müssen dann entweder teure Einzelfahrscheine kaufen oder auf langsame Nahverkehrszüge
umsteigen.
Verbanne man die Pendler aus den Fernverkehrszügen, so stehe zu befürchten, dass es nach der
Umstellung von IR- auf IC-Züge zu massiven Rückgängen der Fahrgastzahlen komme und in einigen
Jahren auch auf der Strecke Frankfurt-Gießen-Kassel der Fernzugverkehr gänzlich eingestellt
würde, so wie dies bereits auf der Strecke Gießen-Wetzlar-Siegen-Hagen geschehen sei, so Vorsitzender
Wolfgang Schuster. Damit würde die Region Mittelhessen gezielt abgekoppelt.
Der SPD-Landtagskandidat Dirk Hardt forderte die CDU-Landtagsabgeordneten Reif und Irmer auf, "endlich
etwas für den Lahn-Dill-Kreis zu unternehmen indem sie die CDU-geführte Landesregierung dazu bringen, ein
für Pendler geeignetes Fernzugangebot für die Dillschiene sicherzustellen."
|